Die Sicherheit spielt bei Kauf, Einbau und Verwendung eines Treppenlifts eine entscheidende Rolle. Treppenlifter unterliegen strengen Prüfnormen, die für eine Zulassung in Deutschland erfüllt werden müssen.

In Deutschland unterliegen Treppenaufzüge den Richtlinien des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes sowie der Maschinenverordnung. Insbesondere folgende Normen sind zu beachten:

Die Norm ISO 9386-2 (Kraftbetriebene Hebebühnen für Personen mit eingeschränkter Mobilität – Regeln für Sicherheit, Maße und Betrieb, Teil 2: Kraftbetriebene Treppenlifte, die sich in einer geneigten Ebene bewegen, für Sitzende, Stehende und Rollstuhlbenutzer)

sowie die Industrienorm

DIN EN 81-40 (Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Personen- und Gütertransport, Teil 40: Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen)

Bereits vor dem Einbau eines Treppenlifts, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, sollte bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde die Rechtmäßigkeit des Einbaus erfragt und schriftlich bestätigt werden.

Typenschilder geben Auskunft zu Sicherheitsmerkmalen und Zulassungen für den deutschen Markt. Auf jedem Treppenlift befindet sich ein Typenschild mit Angaben zu CE-Kennzeichnung, dem Baujahr, der Seriennummer, der geprüften und zulässigen Maximalbelastung, der Typenbezeichnung sowie Name, Anschrift und Rufnummer des Herstellers für den Notfall.

Hochwertige Geräte verfügen über eine Notstromversorgung, die eine Weiterfahrt bis zur nächsten Etage im Batterie- und Akkubetrieb auch bei Stromausfall ermöglicht. Zur individuellen Sicherheit sollte ein Treppenaufzug über Stützlehnen, Klappschranken, eine Abrollsicherung und einen Sicherheitsgurt verfügen.

Bewertung der Frage zum Thema Treppenlift Sicherheit von Oliver am 07.11.2010:
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