Auch wenn die Krankenkasse für einen Treppenlift in der Regel keine Zahlung leistet, so besteht für Senioren und Patienten jedoch die Möglichkeit, einen Zuschuss durch die Pflegeversicherung zu erhalten.

Sitzlifte und Plattformlifte gelten als wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, welche von der Pflegeversicherung derzeit pauschal bis maximal 2.557 Euro im Rahmen einer Eigenfinanzierung bezuschusst werden. Voraussetzung hierfür ist, dass für den Nutzer des Treppenliftes bereits eine Pflegestufe beantragt wurde.

Durch die teilweise Übernahme der Kosten für die Anschaffung eines Treppenlifts durch die Pflegeversicherung können sich die verbleibenden Kosten für den Nutzer bei Auswahl eines günstigen Aufzugs auf ca. 50% reduzieren.

Die Zuzahlung sollte in jedem Fall vorab mit dem Rehabilitationsträger geklärt werden. Die Servicestellen des Soziogesetzbuches (SGB IX) helfen dabei, den im Einzelfall zuständigen Kostenträger zu ermitteln. Während die Pflegeversicherung ggf. die Kosten für einen Treppenlift teilweise übernimmt, zahlt die Krankenkasse in der Regel keinen Zuschuss. Entscheidend ist hier unter anderem das Hilfsmittelverzeichnis nach dem geltenden Sozialgesetzbuch (SGB).

Demgegenüber bietet die Norm EN ISO 9999 “Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen â Klassifikation und Terminologie” einen weitergehenden, jedoch nicht an der Leistungspflicht der Krankenkasse oder Pflegeversicherung orientierte Übersicht an Hilfsmitteln für Senioren und gehbehinderte Menschen.

Bewertung der Frage zum Thema Treppenlift Pflegeversicherung von Oliver am 07.11.2010:
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