Die Anschaffung eines Treppenlifts ist verbunden mit einer hohen finanziellen Investition, die im Bereich von 4.000 bis 25.000 Euro liegen kann. Jeder Käufer stellt sich daher zu recht die Frage, ob die Krankenkasse die Kosten für einen Treppenlift übernimmt, oder zumindest ein Teil des Kaufbetrages durch die Krankenkasse übernommen wird.

Treppenlifte werden im Hilfsmittelverzeichnis Rehadat unter den Klassen der DIN EN ISO 9999 Norm geführt. Hierzu zählen folgende Klassen:

18 Mobiliar und Hilfen zur Wohnungs- und Gebäudeanpassung
18 30 Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden
18 30 10 Treppenlifte mit Sitz
18 30 11 Treppenlifte mit Plattform
18 30 12 Treppensteiger

Treppenlifte zählen in Deutschland jedoch nicht zu den Hilfsmitteln, die für die Gesetzliche Krankenversicherung leistungspflichtig sind. Die Krankenkasse zahlt somit in der Regel keinen Treppenlift.

In der Rehabilitation gelten als Hilfsmittel „Gegenstände, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit sie nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind“ (siehe Sozialgesetzbuch SGB V § 33).

Die Frage, ob ein Treppenlift ein Hilfsmittel ist, hat insbesondere für die Kostenträger der Hilfsmittelversorgung, in diesem Fall die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), eine entscheidende Bedeutung. Im Hilfsmittelverzeichnis der GKV (§ 139 SGB V) sind die für die Gesetzliche Krankenversicherung leistungspflichtigen Hilfsmittel definiert. Hiernach richten sich Art und Höhe der Kostenübernahme für die Anschaffung eines Treppenaufzugs.

Bewertung der Frage zum Thema Treppenlift Krankenkasse von Petra am 07.11.2010:
 (4.5 von 5 Sternen)